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Innovationspreis 2018

Innovationspreis 2018

Am 30. November lud der Verbund Oldenburger Münsterland zur Verleihung des Unternehmerpreises ein. Vier Kategotrien werden hierbei ausgezeichnet:

Existenzgründer: Jens Lübbehusen von der Lübbehusen Malt Distillery im Emstek

Unternehmer des Jahres: Stephan Witte von der Kampsen GmbH & Co. KG aus Cloppenburg

Unternehmerische Lebenswerk: Günter Zerhusen von der Zerhusen Kartonagen GmbH aus Damme

Auf der Verleihung des Unternehmerpreises durfte Markus Kenter als Geschäftsführer von Zentri-Jet den Innovationspreis für unsere 3D-Desinfektion entgegennehmen. Damit ist unser Markus Kenter der erste Preisträger in der Geschichte der Verleihung, der zweimal den Preis in derselben Kategorie gewonnen hat.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Jury und dem Verbund Oldenburger Münsterland um Geschäftsführer Jan Kreienborg und seinem Team für die erstklassige Organisation. Der Rasta-Dome als Veranstaltungssort ist ein echtes Highlight.

 

Hier der Textauszug der Laudatio von Jürgen Müllender (Vorstandsmitglied Öffentliche Versicherungen Oldenburg)

Markus Kenter liebt Nebel. Besonders den, den er selbst produziert. Mit seiner „Vernebelungstaktik“ hat er es zu einem führenden Unternehmen im Bereich Vernebelungstechnik gebracht. Ende November erhielt der 48-jährige Geschäftsführer der AKE Zentri-Jet GmbH in Garrel (Kreis Cloppenburg) dafür sogar den Innovationspreis des Oldenburger Münsterlandes. Nicht zum ersten Mal übrigens. Aber dazu später.

„Praxatin 3D Desinfektion“ – so der etwas sperrig-technische Name des innovativen Verfahrens. Aber er beschreibt schon sehr viel. Es geht um Desinfektion mit Hilfe eines räumlichen (3D) Verfahrens. Durch eine Vernebelung von Wasserstoffperoxid, also H2O2,werden Raum, Luft und Flächen desinfiziert, bis in die kleinste Ritze, denn der nun gasförmige Nebel kommt überall hin. Keime, Bakterien, Viren, Pilze, Biofilme und sogar Gerüche werden statt mit Chemikalien durch Oxidation mit bis zu 20-fach höherer Desinfektionsleistung und rückstandslos beseitigt. Es bleiben nur Wasser und Sauerstoff. „Umweltfreundlicher geht Desinfektion nicht“, sagt Kenter. Und: „Praxatin 3D Desinfektion ist weltweit das erste individuell konzipierte, fest installierte, automatisierte, dokumentierte und rückstandslose Desinfektionsverfahren.“

Kenter ist ein echter Südoldenburger. Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Bösel faszinierte ihn früh Technik. Der 48-Jährige ist stolz auf diese Region, das Oldenburger Münsterland, tief in ihr verwurzelt und identifiziert sich hundertprozentig mit seiner Heimat. Und er ist ein echter Typ – emotional und enthusiastisch.

Gegründet hat Kenter die AKE Zentri-Jet GmbH im Jahr 2004. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt mit derzeit 16 Angestellten vernebelungstechnische Systemlösungen für den Industrie- und Agrarbereich. Die Produkte werden in unterschiedlichen industriellen Bereichen eingesetzt, unter anderem bei namhaften Unternehmen aus der Chemie-, Lebensmittel- und Mineralölindustrie.

„Aus der heimischen Lebensmittelindustrie kam dann auch der Anstoß, ein neues Desinfektionsverfahren zu entwickeln“, weiß Kenter noch ganz genau. Dort steht Hygiene ganz oben auf der Agenda. Der Kunde aus der Lebensmittelindustrie war es leid, mindestens fünfmal die Woche mehrere Leute mit einer chemischen Keule – wie etwa Chlor –, Mundschutz, Spritze und vielleicht noch Putzlappen durch seine Produktionsanlagen zu schicken, um diese so keim- und bakterienfrei wie möglich zu halten. Bis in die letzten Ecken und Winkel gelingt das kaum, wie Tests immer wieder zeigen. Und umweltfreundlich ist es auch nicht. Es gibt also bei der herkömmlichen Desinfektion zwei große Probleme: Man bekommt das Desinfektionsmittel nicht überall hin und es belastet oft die Umwelt und das Grundwasser.

Die künstliche Erzeugung von Nebel, der so fein ist, dass er gasförmig austritt, war für Kenter nichts Neues. Wer möchte, kann sich von AKE Zentri-Jet sogar seine Terrasse, den Balkon oder den Garten vernebeln lassen. „Das kühlt herrlich bei heißem Wetter“, weiß der Tüftler. In der Tierhaltung werden die Garreler Vernebelungsanlagen ebenfalls zur Kühlung eingesetzt. Und wie erwähnt wurde Kenter zusammen mit einem Kompagnon schon einmal mit dem Innovationspreis des Oldenburger Münsterlandes ausgezeichnet: 2014 – damals ging es um den Einsatz der Vernebelungstechnik beim Brandschutz.

Jetzt also geht es um Hygiene. 2016 wurde eine Pilotanlage getestet. Mittlerweile wurde die vollautomatische Anlage bereits in acht Betrieben der Lebensmittelindustrie installiert, fünf weitere sind derzeit in der Pipeline, „und es gibt immer mehr Anfragen“, so Kenter. Einmal musste man auch schon bei einem großen Schweizer Lebensmittelkonzern, der ein massives Hygieneproblem hatte, Feuerwehr spielen. Der Umsatz der „Tatortreiniger“ stieg schnell in den Millionenbereich und konnte 2018 noch einmal verdoppelt werden.

Ein weiteres Detail, mit dem AKE Zentri-Jet mit seiner Innovation punkten kann, ist die Dokumentation der Desinfektion. „Durch die Datenerfassung erhalten Kunden erstmals die Möglichkeit, den gesamten Bereich Desinfektion mit exakten Daten zu dokumentieren und nachzuweisen. Das verbessert die Produktsicherheit deutlich“, erklärt Kenter. Außerdem könne das Verfahren selbst bei laufender Produktion angewendet werden.

Und das Potenzial des innovativen Verfahrens ist gewaltig. Denn Hygiene und Desinfektion sind nicht nur im Lebensmittelbereich ein riesiges Thema. Mindestens genauso wichtig sind sie im Gesundheitswesen und in der Tierhaltung. Der Umsatz der professionellen Reinigungsbranche mit Reinigungs-, Wasch- und Desinfektionsmitteln liegt nach Angaben des Branchenverbandes allein in Deutschland bei mehr als einer Milliarde Euro. Erste Anfragen von Krankenhäusern liegen AKE Zentri-Jet nach eigener Aussage bereits vor. „Und in der Tierhaltung kann bereits vorhandene Kühlung mittels Vernebelungstechnik gut mit der Desinfektion verbunden werden“, sagt Kenter.

Bisher arbeitet das Unternehmen noch in gemieteten Räumen im Eichkamp in Garrel. Doch gerade wird der Umzug in der Gemeinde in ein neues, eigenes Gebäude vorbereitet, das 2019 bezugsfertig sein soll. Die neue Adresse: Garrel, Einsteinstraße. Irgendwie passend für einen Innovationspreisträger.

 

Text: Klaus-Peter Jordan (Jordan Media)

Date

03. Dezember 2018

Tags

Veranstaltungen, Event, Aktuelles

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